wild-ess-kraut: Bewirtschaftung

Was wild-ess-kraut so besonders macht ...

Bewirtschaftung
Von meinen Gartennachbarn habe ich mich immer schon darin unterschieden, dass sie bestrebt sind, ihren Garten übersichtlich zu halten und fortgesetzt Rasenschnitt, Blätter u.ä. organisches »Abfall«-Material von ihrer Fläche weg zu schaffen. Zum Ausgleich wird eben Erde und/oder Dünger zugekauft. Dagegen hole ich laufend diese Blätter, Hackschnitzel und Zweige in den Garten herein, um die Hecken damit zu unterfüttern oder sie in die Kompostierung mit einzufügen. Der Komposthaufen ist das Herz des Garten-Kreislaufes! Hier kommt alles zusammen, was im Garten an Verrottbarem so anfällt. Er wird mit Präparaten aus Löwenzahn, Schafgarbe, Kamille, Brennnessel, Eichenrinde und Baldrian aufgewertet und ein Mal über Winter umgesetzt, um dann als reifende Erde für die Verteilung auf die Beete zur Verfügung zu stehen.

 

Weitere Einflüsse auf das Pflanzenwachstum


Im Laufe der Jahre habe ich mehrfach festgestellt, dass die selben Tätigkeiten zu unterschiedlichen Zeitpunkten durchaus zu anderen Ergebnissen geführt haben. Manche Aussaaten erwiesen sich als sehr ergiebig – andere waren ausgesprochen mickrig. Manche Hack-Arbeiten waren noch wochenlang als nützlich erkennbar – andere konnte ich wiederholen: auch dann blieben sie wirkungslos. So kam ich darauf, dass das Pflanzenwachstum auch von für uns nicht direkt sichtbaren Einflüssen geprägt wird. Meine landwirtschaftliche Ausbildung hatte ich aus naturwissenschaftlicher Sicht begonnen. Um so interessierter bin ich, die oben genannten Beobachtungen weiter zu verfolgen und so auf sichere Füße zu stellen. Denn gerade Wildpflanzen sind in ihrer Reaktion auf die auf sie wirkenden Wachstumseinflüsse besonders sensibel.