wild-ess-kraut: Bewirtschaftung

Was wild-ess-kraut so besonders macht ...

Bewirtschaftung
Von meinen Gartennachbarn habe ich mich immer schon darin unterschieden, dass sie bestrebt sind, ihren Garten übersichtlich zu halten und fortgesetzt Rasenschnitt, Blätter u.ä. organisches »Abfall«-Material von ihrer Fläche weg zu schaffen. Zum Ausgleich wird eben Erde und/oder Dünger zugekauft. Dagegen hole ich laufend diese Blätter, Hackschnitzel und Zweige in den Garten herein, um die Hecken damit zu unterfüttern oder sie in die Kompostierung mit einzufügen. Der Komposthaufen ist das Herz des Garten-Kreislaufes! Hier kommt alles zusammen, was im Garten an Verrottbarem so anfällt. Er wird mit bio-dynamischen Präparaten aus Löwenzahn, Schafgarbe, Kamille, Brennnessel, Eichenrinde und Baldrian aufgewertet und ein Mal über Winter umgesetzt, um dann als reifende Erde für die Verteilung auf die Beete zur Verfügung zu stehen.

 

Weitere Einflüsse auf das Pflanzenwachstum


Im Laufe der Jahre habe ich mehrfach festgestellt, dass die selben Tätigkeiten zu unterschiedlichen Zeitpunkten durchaus zu anderen Ergebnissen geführt haben. Manche Aussaaten erwiesen sich als sehr ergiebig – andere waren ausgesprochen mickrig. Manche Hack-Arbeiten waren noch wochenlang als nützlich erkennbar – andere konnte ich wiederholen: auch dann blieben sie wirkungslos. So kam ich darauf, dass das Pflanzenwachstum auch von für uns nicht direkt sichtbaren Einflüssen geprägt wird. Von dieser Erkenntnis wird auch der »Landwirtschaftliche Kurs«, den R. Steiner 1924 in Koberwitz gehalten hat, getragen. Auch M. Thuns »Mondkalender« setzt gleiches Gedankengut in praktische Gartenbau-Empfehlungen um. Meine landwirtschaftliche Ausbildung hatte ich aus naturwissenschaftlicher Sicht begonnen. Um so interessierter bin ich, die oben genannten Beobachtungen weiter zu verfolgen und so auf sichere Füße zu stellen. Daher bewirtschafte ich meine Flächen auch biologisch-dynamisch als demeter-Kräutergarten. Denn gerade Wildpflanzen sind in ihrer Reaktion auf die auf sie wirkenden Wachstumseinflüsse besonders sensibel.

 

 

wild-ess-kraut und demeter

Neben der regionalen Erzeugung und Vermarktung hat für mich die Qualität meiner Produkte, die auch einer externen Kontrolle Stand hält, oberste Priorität. Die Beobachtung der Eigenwilligkeiten der verschiedenen Wildpflanzen führte mich zur biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise, die einen wesensgemäßen Umgang des Menschen mit Boden, Pflanzen und Tieren anstrebt. Die große Anzahl verschiedener Arten in meinem Garten bietet über zwangsläufige Mischkulturen und von Hecken umgeben vielfältige Grenzflächen für intensiven Austausch von Energie- und Stoffkreisläufen und damit wechselseitige Begünstigungen. Der Kompost ist das Herz der Stoffumsetzungen und wird mit bio-dynamischen Präparaten aus Löwenzahn, Kamille, Baldrian, Schafgarbe, Eichenrinde und Brennnesseln aufgewertet. Der Gartenboden wird mit dynamisiertem Hornmist, die Pflanzen werden mit Hornkiesel in ihrer energetischen Entwicklung gefördert. Soweit von der Witterung vertretbar, werden die kosmischen Einflüsse von Mond und Planeten für das Pflanzenwachstum berücksichtigt. Im Jahre 2006 hat wild-ess-kraut das erste Öko-Zertifikat als demeter-Hof in Umstellung unter der Nr. DE-NI-022-01059-AB erhalten. Und im Jahr 2016 habe ich den Verkauf außer an Privatkunden aus Altersgründen eingestellt und unterziehe mich und meinen Garten ab jetzt auch nicht mehr der bürokratischen Öko-Kontrolle. Deshalb erfolgt auch keine Kennzeichnung als demeter-Produkte, obwohl sich an den Anbau-Verfahren nichts ändert!